Corona…

… wie sich plötzlich die Welt veränderte!

Puh, eine ganz schön verrückte, spannende, aber auch angsteinflößende Zeit haben wir gerade. Manche bekommen sogar Panik, es gibt Hamsterkäufe und leere Regale.

Wie geht es Euch denn so da draußen mit den Veränderungen? Ich lese viele positive, aber auch negative Geschichten und Erlebnisse. Für die Natur ist es sicher im Augenblick ein dringendes Durchatmen. Bei den Familien sind sicherlich die Doppelbelastung von Kindern und Arbeit eines der Hauptthemen. Ältere Menschen haben Ängste, weil sie zu den Risikogruppen gehören, wobei ich auch viele kenne, die damit (vielleicht zu) entspannt sind. Das mag am Groß werden mit dem Zweiten Weltkrieg im Rücken liegen, denn das ist die Generation, die es betrifft.

Ich bin zurzeit in der glücklichen Lage, einen Balkon und den Englischen Garten in der Nähe zu haben. Das beruhigt mich schon, dass ich mit meiner Familie noch an die frische Luft gehen kann. Und das tue ich tatsächlich nahezu jeden Tag. Manchmal verbinde ich es auch gleich mit festen Terminen, die eh erledigt werden müssen, wie Einkaufen oder Ärzte. Diese Woche hatte ich zwei Arzttermine beim Sendlinger Tor, das sind bis zur Münchner Freiheit etwas mehr als 4 km. Am ersten Tag bin ich mit dem Rad gefahren und beim zweiten Mal gelaufen.

Ich spüre und höre in meinem Umkreis viele, die sehr verunsichert sind und Angst haben vor Corona und der Zukunft. Andere spielen alles runter, machen sich teilweise lustig. Mich entschleunigt die Zeit im Augenblick sehr, ich atme durch, so wie es die Natur macht und lasse ein Stück weit auch die Veränderungen auf mich zukommen. Ich kann durchaus viele Momente genießen. Auf meinem Weg durch München, ohne die vielen Menschen und den Verkehr, konnte ich vieles ganz neu entdecken und in mich aufnehmen: die vielen unterschiedlichen Baustille, die schönen Ornamente an den alten Häusern und auch  einige interessante Geschäfte, die mir sonst im Großstadtleben mit den vielen Menschen, die sich durch die Einkaufsstraßen quetschen, gar nicht ins Augen gefallen sind.

An einer Hauswand fiel mir ein Schild auf: „Hier wurde Sissy, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, im Jahre 1837 geboren.“ Ich dachte tatsächlich immer, dass sie in ihrem Schloss in Possenhofen geboren wurde und gelebt hat, aber sie war tatsächlich häufig in München. Geboren wurde sie im Herzog-Max-Palais in der Ludwigstraße… wusstet Ihr das? Ich nicht! Heute befindet sich hier eine Münchner Filiale der Deutschen Bundesbank.

Aber jetzt durch diesen vermeintlich kleinen Virus ist die Stadt so leer und mein Kopf, gefühlt immer freier. Ich habe Dinge bei diesem Nachhauseweg wahrgenommen die ich noch nie gesehen habe.  Ich weiß ja nicht wie es euch geht aber ich kann die Umwelt ganz anders an mich ranlassen, weil es nicht nur voll und laut war.

Ich weiß, es gibt viele, die Angst vor den Konsequenzen haben, aber ich finde es gerade jetzt so wichtig, dass ihr die positiven Effekte genau beobachtet und wahrnehmt, sie an Euch heranlasst und dann vielleicht auch Veränderung genießen könnt. Versucht, das Beste daraus zu machen: spielt zusammen, lest, nehmt Euch bewusste Familienzeiten, musiziert gemeinsam, seid kreativ oder meditiert und genießt einfach die Ruhe.

Kurz: „Lass Dich nicht unterkriegen; sei frech und wild und wunderbar.“                                                                                                                                            (Pippi Langstrumpf).

In diesem Sinne: „Bleibt gesund!“ Das wünscht man sich heute wohl so. Lasst von Euch hören! Ich freue mich.

Bis bald,

Eure Barbara

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